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24.04.2014 MZ-Bernburger Kurier, Seite 8 – Auszug
OSTERSPAZIERGANG
Entlang der Wipper zum Aderstedter Forst

Walter_Begeisterung
BERNBURG/MZ – Der traditionelle Waldspaziergang am Ostermontag führte in die Saaleaue. Eingeladen hatte das Bernburger Montagsforum. Mehr als 30 Teilnehmer nahmen diese Einladung an. Mit Humor und Detailwissen führte Siegfried Walter (rechts), Vorsitzender des Kreis-Naturschutzbeirates, entlang der Wipper zum Randbereich des Aderstedter Forsts. Eine kleine positive österliche Überraschung boten die inzwischen vorbildlich gepflanzten Aufforstungen im Bereich des Kahlschlags am alten Saalearm, so Erich Buhmann, Mitgestalter des Forums. Es fehle noch der Schutz vor Wildverbiss. FOTO: JOACHIM HENNECKE

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25.03.2014_08:0: MDR Info – Auszug
am Rande des Bernburger Montagsforums vom 24. März 2014 mit dem Gesprächsgast, dem Bundestagsabgeordneten Jan Korte

Geplante Gewerbeansiedlung
Bernburger verärgert über Informationspolitik zu Riesenschlachthof
„… Ein italienisches Unternehmen plant in Bernburg einen der größten Schlachthöfe der Republik. Bis zu 24.000 Schweine sollen darin täglich geschlachtet und verarbeitet werden. Das sorgt seit Wochen für Unruhe in der Region. Viele Anwohner, Bauern und Umweltschützer sind dagegen. Nun könnte neuer Ärger hinzu kommen. Denn nach Informationen von MDR INFO informiert die Stadt nicht nur die Bürger, sondern auch einige Stadträte nur sehr spärlich über die Schlachthofpläne.
von André Seifert, MDR INFO
Gestern Abend in Bernburg. In einem italienischen Restaurant treffen sich Stadträte und Schlachthofgegner und diskutieren. Etwa 30 Bernburger sind gekommen. Thema ist der in einem Gewerbegebiet am Rande der Stadt geplante Groß-Schlachthof für täglich 24.000 Schweine.

mmer wieder taucht die Frage auf, was dort nun eigentlich entstehen soll. Selbst Eberhard Balzer, der für die Fraktion der Linken im Stadtrat sitzt, weiß das bis heute nicht genau. „Also, da muss ich nochmal nachgucken – in der Beschlussvorlage. Hier hat der Oberbürgermeister geschrieben – ein Schlachtebetrieb.“ Oder doch nur ein Zerlegebetrieb? Zwei mal hat sich der Bernburger Stadtrat schon mit den Schlachthofplänen des italienischen Schlacht-Unternehmens Bresaole Pini beschäftigt. In der ersten Sitzung, so erinnert sich Eberhard Balzer, ging alles ganz schnell. „Man wusste das vorher ja gar nicht. Man bekam das nur als Tischvorlage, sagen wir mal so, erst den Tag.“ Hinter vorgehaltener Hand vermuten viele, der von CDU und FDP dominierte Stadtrat sollte überumpelt werden. Laut aussprechen will das aber niemand. Die Entscheidungs- und Informationspolitik der Stadtverwaltung stößt vielen Bernburgern übel auf. Auch dem Linke-Bundestagsabgeordneten Jan Korte: „Ich finde das A und O bei solchen großen Projekten ist die maximale Transparenz, das heißt alles offenzulegen, was geplant ist und in welchem Umfang. Das zweite ist, dringend die Bürger zu beteiligen.“ ….
Bürger sammeln Unterschriften
Einige Bernburger haben nun eine Initiative gegründet und wollen in einem Bürgerbegehren Unterschriften gegen das Vorhaben sammeln. Sie befürchten Gestank durch Lkw und Tierabfälle, überlastete Kläranlagen und den Bau von unzähligen Schweine-Großmastanlagen in der Region. … „

MZ Bericht vom 12.10.2014 auf Seite 9:
WIRTSCHAFT
Viele Fragen zum geplanten Schlachthof
Offener Brief des Montagsforums.

BERNBURG/MZ/TAD – Die mögliche Ansiedlung eines riesigen Schlachthofes im Bernburger Gewerbegebiet West mit bis zu 2500 Beschäftigten und 25 000 Schweineschlachtungen pro Tag hat das jüngste Montagsforum thematisch beherrscht. Die anwesenden Teilnehmer des politischen Stammtisches haben noch am Abend einen offenen Brief an Oberbürgermeister Henry Schütze, Landrat Ulrich Gerstner und „die Volksvertreter“ formuliert, in dem sie um die Beantwortung von neun Fragen zu dem Vorhaben bitten. Unter anderem geht es um die ökologischen, sozialen und infrastrukturellen Folgekosten des Projekts, die Kostenlast für den notwendigen Ausbau der Dröbeler Kläranlage oder die Frage, wo die Gewerbesteuer für solch ein Werk entrichtet werden soll. Auch für den Umfang der Einstellung von Arbeitskräften aus Nachbarländern und Sicherheiten für die Stadt im Falle einer Insolvenz des Schlachthofes interessieren sich die Forumsteilnehmer.

Wie die MZ gestern berichtete, hat der italienische Investor Pini sich noch nicht endgültig für den Standort Bernburg entschieden. Laut Wirtschaftsdezernent Holger Dittrich seien auch noch keine Verträge ausgearbeitet worden.

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11.03.2014: Online-Meldung des mdr Info „Hören was passiert“
Auszug aus Meldung von Elisabeth Ihme :
Großschlachterei in Bernburg soll 2.500 Jobs bringen
In Bernburg horcht man derzeit auf. Nach Medienberichten soll dort ein Millionenprojekt entstehen. Ein gigantischer Schlachthof, der 2.500 neue Jobs schaffen soll. Tausende Schweine täglich sollen dort geschlachtet werden. Was ist dran an der Geschichte – unsere Reporterin berichtet.
„… Bei der Halberstädter Landwurst GmbH befürchtet man nun, dass der Konkurrenzdruck in der Fleischbranche Sachsen-Anhalts wächst.
Offener Brief: Bewohner in Sorge
Befürchtungen gibt es offenbar auch unter den Bürgern. Ein offener Brief des „Bernburger Montagsforums“ an die Stadtverwaltung hat auch MDR INFO erreicht. Die überparteiliche Gruppe möchte unter anderem wissen, wie stark Lärm und Geruchsbelästigung durch den neuen Schlachtbetrieb wären, wer den notwendigen Ausbau der Infrastruktur bezahlt und ob die ortsansässigen Schlachtbetriebe Nachteile von dem neuen Betrieb hätten. ..“

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Zur Buchlesung „Liebeslust der Vögel“ von Dr. Paul Dörfler in der Bernburger am Donnerstag, den 30.01.2014 in der Bernburger Stadtbibliothek
(aus betriebstechnischen Gründen diesesmal nicht an einem Montag)
… es kamen über vierzig Leser
Paul_Liebe-jan14

MZ Bericht vom 01.02.2014 auf Seite 13:
Für jeden gibt es den passenden Vogel
Amüsante Lesung mit Ernst Paul Dörfler in der Stadtbibliothek.

VON SOPHIA MÖBES
BERNBURG/MZ – Ernst Paul Dörfler war schon so oft in Bernburg, dass er sich hier bereits heimisch fühlt. So waren auch etliche Begleiter der von ihm geführten „Vogel-Wanderungen“ erschienen, um sein neuestes Buch „Liebeslust und Ehefrust der Vögel“ kennen zu lernen. „Ich bin überzeugt, dass Sie heute einige Anregungen mitnehmen, vielleicht sogar für ihr Liebesleben“ begrüßte der 63-Jährige die zahlreichen Gäste am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek.

Welches (Liebes)Modell ist das richtige für mich? Wie lange soll eine Beziehung halten? Wie geht man bei der Partnerwahl vor? Auf all diese Fragen gibt die Alltagswelt der Vögel laut Dörfler für jeden die passende Antwort: Schwäne und Eulen leben monogam und treu, der Kranich ist ein geselliger Familientyp, die Hühnervögel praktizieren die Polygamie, der Kuckuck liebt die „Unehe“, auch die Schnepfe geht keine Bindungen ein und die Singvögel führen „Saisonehen“, in denen es auch zu Seitensprüngen kommt. Der Habicht dagegen lebt als Einzelgänger und geht nur für die Fortpflanzung eine Partnerschaft ein.

Das paarweise Leben hat sich in der Vogelwelt jedoch als nützlich erwiesen, denn zu zweit kann man Nest und Gelege besser schützen und betreuen. Jeder Dritte kann in einer Beziehung zum Störfaktor werden. Deshalb vertreiben sowohl Männchen als auch Weibchen Nebenbuhler aus ihrem Revier.

Allerdings gibt es auch Männchen, die mit ihrem außergewöhnlichen Bautrieb mehrere Nester anbieten und damit mehrere Weibchen haben (Zaunkönig). Aber sie versorgen dann nur die Brut des ersten Weibchens mit. Ähnliche Praktiken hat die Beutelmeise. Hier verlässt aber das Weibchen den Bau, wenn das Gelege vollzählig ist und überlässt dem Männchen die Aufzucht allein.

Dörfler hat in seinem Buch noch weitere interessante Hinweise auf Lager. So sind die Tagvögel farbenprächtig, die nachtaktiven Tiere dagegen unscheinbar. Durchaus üblich ist eine „Partnerüberwachung“ bei den kleineren Vögeln. Das hat auch seinen Grund. So wurde genetisch nachgewiesen, dass bei den Krähenvögeln nur Kinder des jeweiligen Partners vorkommen, wogegen bei den Singvögeln durchaus bis zu drei verschiedene Partner bei einem Gelege festgestellt wurden. Bemerkt allerdings ein Männchen den Seitensprung, füttert es diese Kinder nicht mehr. Die zwei Schnepfenkinder eines Geleges sind – im Gegensatz zu ihren Eltern – sehr aggressiv. Deshalb trennen sich die Elterntiere nach dem Schlüpfen der Jungen und übernehmen die Aufzucht jeweils eines Kindes. Viel Interessantes hat Dörfler noch zu berichten. Es gilt den Vogelweibchen sein großer Dank. Sie haben bei ihrer Partnerwahl immer nur die besten ausgewählt und damit als „Zuchtmeister“ die Arten in ihrer Vielfalt erhalten.

Wichtig für die heimische Region: Von 500 in Europa heimischen Vogelarten wurden über 300 entlang der Elbe festgestellt. Nicht nur deshalb warb Dörfler für Neugier auf und bessere Kenntnis der Natur, von der der Mensch sich schon viel zu weit entfernt hat. Denn nur dann kann er die Natur verstehen, richtig reagieren und sie noch lange in ihrem Zustand erhalten. Und „Wer mehr von der Natur weiß, sieht auch viel mehr.“
Die Lesung bot einen lehrreichen und gleichzeitig amüsanten Abend. So viele „menschliche“ Eigenschaften in der Vogelwelt und das schon seit Millionen von Jahren. „Das dürfen wir aber nicht alles abgucken“ war abschließend aus dem Publikum zu vernehmen und wurde mit einem wohlwollenden Lachen quittiert.

Download des Beitrages:Buchlesung
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Online Vorberichterstattung in der MZ am 27.10.2013 unter Panorama:
http://www.mz-web.de/panorama/liebesleben-von-singvoegeln-ehefrust-bei-familie-vogel,20642226,24802484.html

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MZ Bericht vom 01.02.2014 zu Innovationen eines Bernburger Studenten auf Seite 11:
Zündende Idee auf dem Gipfel
BUSINESSPLANWETTBEWERB Der 25-jährige Bernburger Student Micha Reimer bekommt für ein Spiel über Nachhaltigkeit in der Natur einen zweiten Preis.

Link zur Online Veröffentlichung: http://www.mz-web.de/bernburg/businessplanwettbewerb-bernburger-student-punktet-mit-spiel-ueber-permakultur,20640898,26054952.html
Hier der Text der Veröffentlichung:
VON PAUL SPENGLER
BERNBURG/MZ – Für Micha Reimer lässt sich das neue Jahr recht gut an. Der 25-Jährige, der in Bernburg im fünften Semester an der Hochschule Anhalt (FH) im Studiengang Naturschutz und Landschaftsplanung studiert, hat mit einem von ihm entwickelten Spiel zum Schwerpunkt Natur einen zweiten Platz bei dem Businessplanwettbewerbs Sachsen-Anhalt erzielt.

In der ersten Phase dieses Wettbewerbs, der sich an mögliche Existenzgründer richtet, ging es darum, ein Ideenpapier vorzulegen. Diese Idee soll dann in weiteren zwei Phasen zu einem kleinen und einem großen Businessplan ausgearbeitet und vorgelegt werden. Laut Ausschreibung ist die Teilnahme in jeder Phase möglich.

Micha Reimer nennt seine Firma Rhizomnia. Die erste Silbe „rhizon“ steht im Lateinischen für Wurzel. Was ist die Spielidee? „Es handelt sich um ein Anlegespiel, bei dem die Spieler zusammenwirken sollen“, erläutert der auffallend groß gewachsene Student. Die von ihm entwickelte Standardversion, die für Studenten und Oberstufenschüler geeignet ist, basiert auf sechseckigen Spielkarten, die – wenn die Inhalte zueinander passen – nebeneinander angelegt werden können. „Wie viele mitspielen können, hängt ganz davon ab, wie groß der Tisch ist“, erklärt der 25-Jährige. Das Limit sei einfach die Größe des Spielfelds.

Zu Beginn bekommt jeder Mitspieler einen Stapel von 60 Karten. Aus diesem Stapel zieht jeder zunächst acht Karten, um das Spiel zu eröffnen. Dabei unterscheiden sich die Karten nach zwei Kategorien. In der ersten Gruppe sind Lebewesen wie Pflanzen, Tiere und Pilze zu finden. In der zweiten Kategorie werden so genannte Habitat-Karten angeboten. Der Begriff „Habitat“ steht für Lebensraum. Darunter fallen bewaldete oder nicht bewaldete Flächen – auch Offenland genannt – , aber auch Wasserflächen und Berge. Für jedes erfolgreiche Andocken gibt es unterschiedlich viele Punkte.

Die Idee zu seinem Spiel kam dem Studenten für Naturschutz und Landschaftsplanung auf einer Exkursion seiner Hochschule in den französischen Alpen. „Als ich alleine auf einer Bergwanderung war, habe ich spontan Lust bekommen, ein Spiel über Permakultur zu machen“, erinnert sich der 25-Jährige. Unter Permakultur verstehen Experten ein Konzept, das auf die Schaffung nachhaltiger und naturnaher Kreisläufe abzielt, die auch auf Dauer funktionieren. „Das war wie eine Inspiration“, sagt Micha Reimer. Ihn fasziniert das Zusammenführen einzelner Elemente, die sich gegenseitig positiv beeinflussen, in einem gemeinsamen System. Als Orientierungshilfe diente ihm dabei das bereits seit 1993 bestehende Sammelkartenspiel „Magic the gathering“.

„Ich habe mir ein Spielsystem überlegt, das der Wissensvermittlung dient, das aber auch spielbar bleiben muss“, sagt Micha Reimer. Das größte Problem sei dabei, der Komplexität des Stoffes gerecht zu werden.

Bei der Vorstellung seines Produkts für den Businessplanwettbewerb hat der Spielentwickler den Einsatz seines Spiels für Bildungseinrichtungen hervorgehoben. Eine Version, die auch für den Einsatz in Grund- oder Sekundarschulen geeignet ist, liegt allerdings zur Zeit noch nicht vor. „Das ist noch eine Aufgabe für die Zukunft“, erklärt der 25-Jährige.

Den Hinweis, dass er sich mit seiner Idee beim Businessplanwettbewerb beteiligen könne, hat Micha Reimer übrigens einer Informationsveranstaltung des Gründerzentrums „Found it!“ der Hochschule Anhalt zu verdanken. Und auch für sein Studium zahlt sich seine spielerische Annäherung an die naturnahen Kreisläufe zum gegenseitigem Nutzen aus. Seine Spielentwicklung wird dort als Projekt anerkannt.

Download des Beitrages: Spiel
PS:
Der Beitrag wurde aufgenommen, das wir im Bernburger Montagsforum natürlich darauf freuen, das Spiel zu testen
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MZ Bericht vom 23.01.2014 zum Mon­tags­fo­rum am 20.01.2014, Seite 8:
Olaf Meister regt mehr Transparenz an
BERNBURG/MZ/TAD – Der Grünen-Politiker Olaf Meister (Foto, rechts) hat im Landtag das Mandat des aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Christoph Erdmenger übernommen, ebenso dessen Betreuungsgebiet, den Salzlandkreis. Der 42-jährige Rechtsanwalt aus Magdeburg, der seine Kanzlei auf Sparflamme fortführen will, wird innerhalb der Fraktion für die Bereiche Finanzen, Wirtschaft und Kommunalpolitik zuständig sein. Bei seiner Vorstellung in Bernburg im Rahmen des Montagsforums nannte er den Erhalt Sachsen-Anhalts als attraktiven Hochschulstandort und die wohnortnahe Einschulung von Kindern als primäre Ziele. Zum Thema Flutschutz sagte der zweifache Familienvater, dass den Flüssen mehr Raum gegeben werden müsse. „Technischer und naturnaher Hochwasserschutz müssen sich nicht ausschließen.“
Meister_1401
Weiterhin regte Olaf Meister an, im Interesse einer transparenteren Politik für die Bürger alle Stadtratsbeschlussvorlagen im Internet öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies rechtlich möglich ist. In Calbe und Magdeburg – beide Städte haben den gleichen IT-Dienstleister wie Bernburg – werde dies bereits praktiziert. Deshalb sollte eine Realisierung mit wenigen Mitteln zu schaffen sein.
Als Olaf Meisters Wahlkreismitarbeiter betreut Uwe Arnold (links) das Grünen-Büro, Markt 15. Ab 3. Februar ist es jeden Montag immer von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der 49-jährige Magdeburger war zuletzt für die aus dem Bundestag ausgeschiedene Quedlinburgerin Undine Kurth tätig. FOTO: PRIVAT

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Vorankündigung der MZ zu dem Mon­tags­fo­rum im Rahmen der Berichterstattung:
BERNBURGER KURIER | FREITAG, 10. JANUAR 2014 | MITTELDEUTSCHE ZEITUNG Seite – 7 – Auszug:
STADTENTWICKLUNG
Politiker fordern Recht auf Mitsprache
Stadt stellt Schriftstück nun ins Internet.

..Beitrag: MZ_ISEK_10-Januar-2014
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Am 4. Januar 2014 als Saalegeplätscher in der MZ im Nachgang zum KULTUR MARKT BERNBURG am 18.10.2013 gefunden:
Schild_Hochschulstadt_Saalegeplätscher
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Be­richt der MZ zu dem Mon­tags­fo­rum:
Mon­tag 25. November 2013 – ab 19:00 HOTEL WIEN
Mitteldeutsche Zeitung, 27.11.2013. Bernburger Kurier, Seite 7 (Textauszug)
Stadtmauer als Schutzschild
HOCHWASSERSCHUTZ
Für die gefährdete Talstadt soll es gleich mehrere Lösungen geben. Bernburgs Oberbürgermeister Schütze stellt die ersten fünf Vorhaben vor.
VON KATHARINA THORMANN
BERNBURG/MZ
– Die Pläne, Bernburgs Talstadt künftig besser vor Überschwemmungen der Saale zu schützen, werden immer konkreter. Nachdem das Umweltministerium in der vergangenen Woche erste Vorhaben im Salzlandkreis vorgestellt hat (die MZ berichtete), zieht nun auch die Stadt Bernburg nach. Insgesamt fünf Schwerpunkte sollen in den kommenden Wochen und Monaten in der Talstadt gesetzt werden. Das gab Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) bei einer öffentlichen Diskussionsrunde am Montagabend im Hotel Wien bekannt, zu dem das Bernburger Montagsforum eingeladen hatte. Er betonte aber, dass es nicht allein bei diesen Vorkehrungen bleiben wird. Das neue Hochwasserschutzkonzert der Saalestadt werde aller Voraussicht nach erst Mitte kommenden Jahres ausgearbeitet sein. Nichtsdestotrotz stehen folgende Schutzmaßnahmen schon fest:

Altenburger Chaussee: Künftig soll das höher gelegte Teilstück der Altenburger Chaussee nicht mehr das Wasser stauen. Deshalb ist geplant, die Straße kurz hinter dem Abzweig Am Ziegelkolk abzureißen, auszubaggern und die Fahrbahn ein ganzes Stück tiefer zu verlegen. „Wir werden damit aber warten, bis die B6n in Richtung Köthen freigegeben ist“, sagte Schütze. Nach derzeitigem Stand soll das Ende 2015 der Fall sein. Hintergrund ist die Erreichbarkeit Bernburgs aus Richtung Norden. Diese wäre mit der Öffnung der B6n auch bei einer Überflutung der Altenburger Chaussee bei Hochwasser gesichert.
Trafostationen: Damit die Einwohner der Talstadt bei künftigen Hochwassern länger mit Strom versorgt bleiben, werden gleich mehrere Trafostationen und Stromkästen erhöht oder umgesetzt. Darunter am Wilhelmsgarten sowie in der Nikolaistraße.
Gärten und Garagen: Der Abriss von Gärten und Garagen entlang des alten Saaleverlaufs geht laut Schütze auch in den kommenden Monaten weiter. Die Gartensparte „Am Werder“ ist bereits dem Erdboden gleich gemacht worden, derzeit werden weitere Lauben in den vier betroffenen Sparten entkernt. Um noch mehr Platz für die Saale zu schaffen, soll der Garagenkomplex am Felsenkeller (östlich der Altenburger Chaussee) nach und nach weichen. Erste Verhandlungen mit Pächtern seien bereits geführt worden. Mittelfristig will die Stadt damit 25 bis 30 Hektar Freifläche für die Saale schaffen.
Kaimauer: Zwar geht aus Sicht des Oberbürgermeisters von der Kaimauer am Kurhaus keine Gefahr aus. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, dass die Mauer auch kommenden Hochwassern stand hält, soll sie auf ihre Standsicherheit überprüft werden.
Stadtmauer: Eines der kostspieligsten Vorhaben dürfte die Sanierung der Stadtmauer darstellen. Sie soll alle Bewohner der Talstadt schützen, die innerhalb dieser historischen und zum Teil bröseligen Mauern wohnen. Ein entsprechender Antrag für die Sicherung sei laut Oberbürgermeister bereits beim Land eingereicht worden. Eine Zusage, dass die Kosten übernommen werden, steht jedoch noch aus. Zusätzlich ist geplant, bei Bedarf Spundwände zwischen den Lücken der Mauer anzubringen. Auch Dezernent Holger Dittrich machte den rund 30 Anwesenden klar, dass die Priorität beim Hochwasserschutz in der Talstadt im Bereich innerhalb der Stadtmauer liegen wird. Das treibt vor allem den Anwohnern der Gutenbergstraße Sorgenfalten ins Gesicht. Sie hatten bis zuletzt gehofft, auch im Schutzgebiet zu liegen. „Ich glaube nicht, dass wir jedes Haus eindeichen können“, entgegnete Schütze den Nachfragen der Betroffenen.
Sie setzen nun alle Hoffnungen auf die künftig tiefer gelegene Altenburger Chaussee, die den Rückstau auf ihre benachbarten Grundstücke verhindern soll.

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Bericht der MZ zu dem Montagsforum:
Montag 18. Februar 2013 – ab 19:00 MAXIMVS – STAMMTISCH (oben)
Obdachlos in Bernburg
Gespräch über die Situation von Obdachlosen in Bernburg mit
Frau Margot Hajek-Hoffmann, Amtsleiterin Sozialamt der Stadt Bernburg

MZ Bernburg, vom 20.2.2013 – Nachlese
Obdachlos in Bernburg
MONTAGSFORUM Sozialamtsleiterin erläutert Situation in der Saalestadt.

(wir danken für die Erlaubnis des Nachdrucks auf dem Block zum Montagsforum)

VON PAUL SPENGLER
BERNBURG/MZ – Warum werden Männer und Frauen überhaupt obdachlos? Zu diesem Thema hatte das von Erich Buhmann veranstaltete Montagsforum eine Frau in das Lokal „Maximus“ eingeladen, die sich schon seit vielen Jahren mit dieser Materie befasst.

Margot Hajek-Hoffmann ist seit 1994 Leiterin der Sozialamtes der Stadt Bernburg. „Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit sind zwei verschiedene Dinge“, erklärte Margot Hajek-Hoffmann. Es könne sein, dass jemand seine Wohnung verliere – beispielsweise durch Probleme mit dem Vermieter oder durch einen Haftaufenthalt. Damit müsse aber nicht automatisch Obdachlosigkeit verbunden sein. Margot Hajek-Hoffmann verwies auf die Verpflichtung der Kommune, im Zuge der Gefahrenabwehr Obdachlosigkeit zu begegnen. Reichten die eigenen Raumkapazitäten nicht aus, könne die Stadt sogar zwangsweise Räume in Beschlag nehmen. In der Regel geschehe dies in Absprache mit der Wohnstätten-GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt.

„Es muss in Bernburg keiner obdachlos sein“, erklärte die Sozialamtsleiterin. Oft liegt es schlichtweg daran, dass keine Anträge gestellt werden. Allerdings sei dies im Laufe der Jahre auch immer schwieriger geworden. „Ich entsinne mich noch, dass der Antrag auf Wohngeld vier Seiten umfasst hat, heute sind es acht Seiten, die Anlagen noch nicht mitgerechnet“, nannte sie ein Beispiel aus der Praxis.

Im Obdachlosenheim, das im Wolfgangstift am Louis-Braille-Platz untergebracht ist, gibt es 30 Plätze. Hier finden vor allem Männer eine Unterkunft auf Zeit. Viele von ihnen haben Alkoholprobleme.
„Wir haben aber auch immer wieder Menschen, die sich im Sommer bis zum späten Herbst in einer Gartenlaube aufhalten und sich bei beginnendem Frost an uns wenden“, erläuterte Margot Hajek-Hoffmann. Sie selbst habe im Amt häufig die Erfahrung gemacht, dass Männer es schwer verkraften, wenn sie von ihrer Frau verlassen werden.

Nach dem Verlust der Frau folge der Verlust der Arbeit und am Ende der Verlust der Wohnung. Frauen fänden sich hingegen nach der Trennung von einem Mann oft besser zurecht. Für Frauen und Familien, die sonst keine Wohnung finden, hält die Stadt Bernburg inzwischen 15 Übergangswohnungen an drei verschiedenen Standorten vor. „Es gibt auch private Eigentümer, die nicht abgeneigt sind, Bewohner aufzunehmen“, sagte Margot Hajek-Hoffmann. Die privaten Vermieter knüpften dies an die Erwartung, dass Mitarbeiter des Sozialamtes weiter die Betreuung dieser Personen übernehmen.

„Gibt es für Obdachlosigkeit ein bestimmtes Alter?“, wollte ein Teilnehmer in der Runde wissen. Nein, erwiderte die Sozialexpertin. Die Palette reiche vom 18-Jährigen, der von seiner Mutter vor die Tür gesetzt wird, bis zum über 80-jährigen Alkoholkranken. Für Menschen wie den Letztgenannten versuche die Stadt, einen Platz in einer Langzeitunterkunft zu finden.

Insgesamt bot das Gespräch unter Leitung von Erich Buhmann die Gelegenheit, das Thema aus vielen Ecken zu beleuchten. Mit in der Runde saß Kerstin Hesse, Mitarbeiterin des im November eröffneten Nachbarschaftszentrums an der Krumbholzstraße. Sie arbeitet in einem der drei Standorte mit Übergangswohnungen für Frauen und Kinder. Dort könnten aber nur Einzelfälle unterkommen, ergänzte Margot Hajek-Hoffmann.

Hier der Beitrag und der Kommentar von Paul Spengler zum herunterladen:
MZ_Obdachlos

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Bericht zum Montagsforum im LEO Magazin April 2012
Bernburger Montagsforum – Offen und ohne Schnörkel
Politik soll transparent sein und verstanden werden. Erich Buhmann setzt auf den Dialog und lädt ein, aktuelle Themen anzupacken. Offen, direkt und ohne Schnörkel geht es zur Sache beim Bernburger Montagsforum. Dort ist der Hochschullehrer Moderator…..….mehr>>>
http://www.leo-magazin.com/news/1880.html

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Nachlese zum Besuch des „Geldkongresses“ von Global Change Now in Köthen am 12.3.2012
Der Kongress fand einen sehr grosser Zuspruch und sehr gute Presse:

Berichtshinweis in der Mitteldeutschen Zeitung: KATRIN NOACK vom 13.03.12, Was nützen Rockefeller seine Ölmilliarden?
„…Der Sinn des Geldes wird dieser Tages auf dem Geldkongress von Global Change Now (GCN) in Köthen diskutiert. Die Ausstellung „Die Bibel und das Geld“ hinterfragt diesen in Bibelzitaten und Bildern….“
» mehr…

Berichtserstattung in der Mitteldeutschen Zeitung am 11.03.12 von KATRIN NOACK: Fünf vor Zwölf in Sankt Jakob
„…Aus dem ganzen Bundesgebiet kamen Besucher, um am Sonnabendmittag die Eröffnung des ersten Geldkongresses „Macht Geld Sinn“ in der Köthener Jakobskirche zu erleben. >> mehr…
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Diskussion zum Verkauf der Salzlandkliniken am 5.3.2012

Pressespiegel – Super Sonntag Bernburg, 11.3.2012 – Lokales, Seite 3
Montagsforum hatte die Salzlandkliniken zum Thema
Klinkverkauf eventuell ohne Notifizierung
Link zum E-Paper der Ausgabe mit dem Betrag der Redaktion des Super Sonntag auf Seite 3

Pressespiegel -Mitteldeutsche Zeitung, Bernburg, 07.3.2012 – Lokales, Seite 8
Bernburg
Fachleute wandern aus dem Klinikum ab
VON HEIKO WIGRIM
BERNBURG/MZ. Am Ende blieb nur Hoffnung und ein Gefühl der Ohnmacht. Mehr als 20 interessierte Bürger waren zum Bernburger Montagsforum der Bündnisgrünen ins Maximus gekommen. „Krankenhausskandal im Salzlandkreis?“ hieß das provokante Thema. ….>>mehr bei MZ-WEB.DE

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Erster Kultur Markt Bernburg
VON SUSANNE WEIHMANN, 16.10.11

Kulturmarkt Bernburg
Joachim Grossert wollte eigentlich «Neu-Bernburgern» die Stadt zeigen. Die fanden sich zwar nicht auf dem Markt ein, dafür aber andere geschichtlich interessierte Zuhörer. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. Mit Till Eulenspiegel verscherzt man es sich besser nicht. Das wissen jetzt auch die drei Schneiderknechte, die am Markt auf ihrem Fensterladen über den Narren spotteten und lachten. Denn sie erlebten wenig später ihr blaues Wunder, als der Fensterladen krachend unter ihnen zusammen brachen und sie hart auf dem Boden landeten. „Seht, seht! Der Wind weht drei Schneider vom Fenster!“, rief Eulenspiegel so laut, dass die Leute herbei gelaufen kamen und loslachten.

So soll es sich vor einigen hundert Jahren auf dem Bernburger Marktplatz zugetragen haben – und es wiederholte sich am Freitagnachmittag zum ersten Kultur Markt Bernburg in der Talstadt, den Bernburger Bürger zusammen mit Studenten der Hochschule organisiert hatten. Einer der Programmpunkte des Festes, mit dem die Studienanfänger in der Saalestadt begrüßt werden sollten, war das Straßentheater, bei dem das Eulenspiegel-Stück gezeigt wurde.

Natürlich hatte nicht der Wind die Schneiderknechte vom Fensterladen (hier ein Holztisch) geweht. Vielmehr hatte Till Eulenspiegel die Pfosten angesägt und darauf gewartet, dass sich – wie so oft – die Schweine des Schneiders daran rieben. Was folgte, ist bekannt. „Und die Moral von der Geschicht‘: Till Eulenspiegel verarscht man nicht“, rief der Narr – trefflich gespielt von Julian Eilenberger – dem Publikum noch zu. Eilenberger selbst hatte ein Stück aus der bisher wenig bekannten 47. Historie „Wie der Wind drei Schneidergesellen fortwehte“ gemacht und dabei den Eulenspiegel-Autor Hermann Bote gleich mit eingebunden, dargestellt von Noah Buhmann. Auch ganze 24 Sprichwörter, die ihren Ursprung im Mittelalter haben, hat Eilenberger in das Stück eingebaut. Der 27-jährige Darsteller des Schalksnarren sammelte schon während der Schulzeit Erfahrungen in der Theatergruppe, und arbeitet gegenwärtig als Klavierlehrer und, wen wundert’s, als Märchenerzähler.

Ausgegraben hat diese Eulenspiegel-Geschichte Museumsleiter Roland Wiermann während der Vorbereitung auf die Ausstellung „500 Jahre Eulenspiegel“, die im Februar kommenden Jahres im Museum zu sehen sein wird. Dabei stieß er auf ein Fragment, das 1973 während der Restauration eines Buches zufällig entdeckt worden.

Geschichtlich sollte es auch bei einer Stadtführung mit Joachim Grossert weiter gehen. Allerdings wartete er vergeblich auf einen Zulauf junger Leute. Dennoch versammelte sich ein interessiertes Publikum um den Mann, der in den vergangenen Monaten mit seinen Straßenführungen anlässlich des Stadtjubiläums viele Menschen für die Geschichte der Stadt begeisterte. Eigentlich habe er Neu-Bernburgern die Stadt etwas näher bringen wollen, sagte Grossert. Aber die waren offenkundig nicht unter den Zuhörern. „Dann tun wir jetzt mal so, als wären wir alle keine Bernburger“, nahm es der „Stadtführer“ mit Humor. In bekannt kurzweiliger Art führte der Landeskundler die Teilnehmer vom Markt zur Marienkirche, zum Nienburger Tor und weiter zur Grenze zwischen Alt- und Neustadt. Dabei zeigte er ihnen das ehemalige Verwaltungsgebäude der Residenzstadt, vor dem sich auch 1849 der „Bernburger Bürgermord“ mit 14 Toten zugetragen hat. Grossert gab einen Einblick in die Heraldik und erklärte die einzelnen Felder des Anhalt-Wappens und was davon im Bernburger Wappen übrig geblieben ist. Und er erzählte von den berühmtesten Schülern der Adolf-Diesterweg-Schule am Altstädter Kirchhof: Dem Hofmaler am herzoglichen Hof von Anhalt-Bernburg Wilhelm von Kügelgen (1802-1867) und dem „Stararchitekten der DDR“ Hermann Henselmann (1905-1995).

Auf dem Markt präsentierten sich indes das Theater, die Stadtinformation, die Mitteldeutsche Zeitung, Tauchlehrer Mario Schlüter und andere mehr. Die Geschäfte am Markt sowie der Eine-Welt-Laden sorgten für Speisen und Getränke. Während sich die Studenten am Nachmittag noch rar machten, füllte sich die Talstadt am Abend zusehends mit jungen Leuten. Sie kamen ins „Hotel Wien“ und ins Restaurant „Amadeus 1″, um verschiedenen Live-Bands, wie „Lila Vie“, „Grünfeuer“ oder „Lepian“ zu hören und den Auftritt des Bernburger Kabaretts „M!Pört“ mitzuerleben. „Schade, dass nachmittags so wenig Leute da waren“, sagte Naturschutz-Studentin Jana Schlaugat. Schließlich sollen sich die Bernburger und die Studenten auf diese Weise etwas näher kommen und die Stadt schätzen lernen. Dennoch glaubt die 20-Jährige, die an der Organisation beteiligt war, dass es eine „schöne Idee“ ist. Davon ist auch Anja Skonieczny überzeugt. „Das ist ein guter Anfang“, meint die 25-Jährige. Die Masterstudentin für Facility- und Immobilienmanagement findet die Mischung aus Musik, Straßentheater und Marktständen gelungen und hofft, dass sich das Fest in Bernburg etabliert.

Das ist auch der Wunsch von Erich Buhmann, dem Koordinator des Festes. Er äußerte sich zufrieden über die Premiere – die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Vereinen sei gelungen, das Angebot am Abend ebenso. Er sieht aber noch Steigerungsmöglichkeiten.

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1318610494184

1. Kultur Markt Bernburg
IN LEO, Das Anhalt Magazin, 14.10.11

1. Kultur Markt Bernburg

Mit einem Mix aus Konzerten, Vorträgen und Aktionen stellt sich die Stadt Bernburg ihren Studenten vor. Der Kultur Markt Bernburg soll Leben in die Stadt und in die im Zentrum leer stehenden Gebäude bringen.

Es ist ein Experiment, das am 14. Oktober punkt 14 Uhr im Alten Rathaus mit einem Vortrag zur Mobilität von Studierenden startet und 15 Uhr mit Straßentheater und Musik seinen Lauf nimmt. Allerdings sind die Macher des Marktes gut vorbereitet. „Kann sein, dass es schüttet“, meint Initiator Prof. Buhmann und präsentiert die Alternative. 600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche sind angemietet im verwaisten Haus Markt 13.

Leben ist Musik. Auch das macht der Kultur Markt deutlich. Schülerbands aus Bernburg rocken die Bühne. Mit von der Partie sind außerdem Musiker aus Magdeburg, Halle und Leipzig. „Von dort, wo unsere Studenten auch her sind“, verkündet Erich Buhmann mit einem Augenzwinkern. Die jungen Leute sollen sich heimisch fühlen auf neuem Terrain. Zuhause in Anhalt. Mittendrin im Leben, das auch in Bernburg-Strenzfeld tobt. Ja, die Kulturszene in der Innenstadt soll unter anderem mit einer wiederbelebten Kulturkneipe deutlich an Fahrt aufnehmen und auch in Zukunft mit den Klassikern Erntefest und Klosterweihnacht punkten. Für die ganze Stadt und Region übrigens. Studentenszene lebt aber auch vor den Toren der Stadt. Taucht ab gewissermaßen. Das U-Boot, der Studentenclub im Keller, ist angesagte Adresse.

Auch der LEO wird am diesem Tag die Stadt begleiten und sich vorstellen. Uns gibt es auch schon in der Stadt, zu finden an attraktiven Verteilstellen.
Quelle: http://http://www.leo-magazin.com/news/1379.html

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Miteinander reden, aufeinander zugehen
VON SUSANNE WEIHMANN, 28.06.11


Landschaftsarchitekt Matthias Därr zeigt den Strenzfelder Studenten im Campus-Pavillon Pläne für die Umgestaltung des Botanischen Gartens in Dresden. Ausgestellt wurden die Arbeiten am Dienstag auf dem Campus vom Bund Deutschen Landschaftsarchitekten. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. „Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen“, sagte einst der Philosoph Karl Jaspers. Gesprochen haben die Hochschule und Stadt indes offenbar in der Vergangenheit zu wenig. Das war zumindest war der Eindruck beim jüngsten Montagsforum der Grünen, das MZ-Redakteur Carsten Steinborn moderierte, als es erneut um das Thema Hochschulstandort Bernburg ging. Immerhin saßen diesmal alle an einem Tisch, um miteinander zu reden: Vertreter der Stadtratsfraktionen und der Hochschule, wenngleich bis auf eine Ausnahme die Studenten fehlten.

„Die Hochschule gehört nach Bernburg“, sagte Hartmut Zellmer (CDU). Die Initiative müsse allerdings von der Hochschule ausgehen. „Wir als Stadt können nur die Hand reichen.“ Seiner Meinung nach ist es relativ einfach Studenten in die Stadt zu holen: Es gebe es in der Stadt genügend leer stehende Gebäude, die für Lehrveranstaltungen genutzt werden können. Udo Riedel (Linke) hält es dagegen für problematisch, mehr Studenten in die Innenstadt zu holen, sollte es nicht einen erheblichen Zuwachs an Studierenden geben. Das würde zu einer stärkeren Zersplitterung der Hochschule führen, meint Riedel. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hagen-Eike Hortian hingegen ist der Auffassung: „Die Hochschule muss in die Stadt kommen.“ In anderen Städten sei der Campus auch mitten in der Stadt.

Professor Jürgen Schmidt erinnerte daran, dass der Fachbereich Wirtschaft bereits in der Stadt, im alten Rathaus, präsent ist. Zusammen mit dem Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landschaftsplanung seien damit 2 800 Studenten am Hochschulstandort Bernburg immatrikuliert. „Das ist ein Pfund, mit dem Sie wuchern können als Stadt“, appellierte Schmidt an Politik und Wirtschaft. Die Kommune müsse sich fragen, wie sie dieses Potenzial nutzen könne.

Auch Hochschulprofessor Peter Kaufmann ist der Meinung: Je mehr Bernburger Unternehmen den Studenten Themen anbieten, etwa für Masterarbeiten, desto eher fühlten sie sich mit der Stadt verbunden und würden bleiben. Indes sprach er sich gegen eine weitere Verlagerung des Campus in die Stadt aus. Für eine Landwirtschaftshochschule sei der Standort in Strenzfeld ideal. „Die Studenten können vom Hörsaal aufs Versuchsfeld“, sagte Kaufmann und überzeugte damit auch Zellmer. Zudem profitiere die Hochschule von der Vernetzung mit der DLG (Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft) und LLG (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau) vor Ort.

Auch Hochschulmitarbeiterin Sabine Thalmann kann sich einen Umzug in die Stadt nicht vorstellen: „Wir brauchen viel Platz.“ Platz, den die Landwirtschaftsstudenten in Strenzfeld haben, zudem beste Voraussetzungen für Forschungsexperimente. „Wenn wir anfangen, das zu splitten, gefährden wir den Hochschulstandort“, ist sie sich sicher. Sie könnte sich aber gut vorstellen, die Immatrikulationsfeier in der Stadt zu veranstalten. So, wie es bereits einmal in den 90er Jahren der Fall war. Als mögliche Orte wurden Theater oder Kurhaus genannt. Dort könnten sich auch Vereine, Institutionen und Firmen vorstellen, schlug Thalmann vor.

Zur Begrüßung der Erstsemester sollte auch ein umfangreicheres Willkommenspaket gehören – mit Gutscheinen, Freikarten usw., wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Zellmer würde sich dafür engagieren und Handwerksbetriebe ansprechen und auch bei Praktika vermitteln. Er erwartet dann aber auch, dass die Studenten auf die andere Seite zugehen und nicht nur erwarten, dass man auf sie zugeht. Sie könnten beispielsweise auch in die Stadtrats- und Ausschusssitzungen kommen und ihre Meinung äußern. Mehrere Feste und studentische Stadtführungen schlägt derweil Erich Buhmann (Grüne) für die „Neuen“ am Semesterbeginn vor. Und auch das Thema „Semesterticket“ ist für ihn noch immer aktuell.

Neben den vielen guten Ansätzen und Ideen, die alle Beteiligten hervorbrachten, kam aber auch die knapp bemessene Zeit durch die Bachelor-Ausbildung zur Sprache: Durch die Einführung des Bachelor-Abschlusses und die damit verbundene Verkürzung der Studienzeit hätten die Studenten immer weniger Zeit, weiß Peter Kaufmann. Früher hätten die jungen Leute mehr Spielräume gehabt, sich ins studentische Leben einzubringen.

Schließlich können sich alle Stadträte, bis auf Hortian, vorstellen, als Hochschulstandort auf dem Ortsschild zu werben. „Ich würde das sogar dreimal drunterschreiben und rot hervorheben“, meinte Karin Brandt (BBG).

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1300343007620

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Kirche will Ansprechpartner für alle Menschen sein
VON SUSANNE WEIHMANN, 22.02.11, 

Montagsforum Die Pfarrer Hans-Christian Beutel, Jörg Bahrke und Johannes Lewek (v. r.) sprachen im Restaurant «Maximus» über «Leben in Bernburg». (FOTO: PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. Wie sieht das kirchliche Leben in Bernburg aus? Findet Kirche überhaupt statt? Und wenn ja, in welcher Form? Über diese Fragen diskutierten diesmal im Montagsforum der Grünen Jugend Jörg Bahrke, katholischer Pfarrer in Bernburg, Hans-Christian Beutel, evangelischer Pfarrer der Schlosskirchengemeinde, und Johannes Lewek, evangelischer Pfarrer der Mariengemeinde. „Kirche ist das Salz in der Suppe. Und sie wird gebraucht in der Gesellschaft“, ist Johannes Lewek überzeugt.

Er weiß aber auch, dass sie in Ostdeutschland, also auch in Bernburg, eine geringere Rolle spielt als in vielen Teilen Westdeutschlands und dass es ein „gewisses Misstrauen“ in die Institution Kirche gibt. Das führt Lewek unter anderem auf die DDR-Vergangenheit zurück, in der Kirchenzugehörigkeit oft mit Repressalien verbunden war. Doch der Pfarrer der Marienkirche, der als Zeitzeuge selbst aus dieser Zeit berichten kann und Mitbegründer des Neuen Forums zur Wende war, meint, es tue der Kirche „ganz gut in einer Minderheit zu sein“ und er fühle sich „ganz gut aufgehoben in einer Minderheit“. Er wünscht sich kein „Volkskirchentum“. Auch seine Kollegen Bahrke und Beutel verspüren kein Bedürfnis, zu missionieren. „Ich möchte die Menschen nicht für die Kirche begeistern“, sagte Beutel. Er wolle mit den Menschen schlichtweg über Glauben reden und versuchen, die Fragen des Lebens zu beantworten. Gelegenheit dazu hat der Theologe beispielsweise in der Schule, denn neben seiner Tätigkeit als Pfarrer in der Schlosskirchengemeinde unterrichtet er am Gymnasium Carolinum.

Einen „antikirchlichen Reflex“ hat er dabei bisher kaum erlebt. Vielmehr begegnen ihm die Schüler, auch jene, die den Religionsunterricht nicht besuchen, meist offen und neugierig. Hans-Christian Beutel ist überzeugt: „Wenn ich glauwürdig bin, kriegt die Kirche für die Schüler ein Gesicht.“ Sein katholischer Kollege Bahrke pflichtete ihm bei. „Mit meinem Gesicht, mit meiner Integrität zeige ich, was Kirche ist.“ Dazu gehört für ihn wie für seine Kollegen die Seelsorge: Für andere da zu sein und ein offenes Ohr zu haben. Alle drei Pfarrer möchten „Ansprechpartner für alle“ sein. Da spiele die Religionszugehörigkeit keine Rolle. „Wir wollen Menschen, die religiöse Fragen haben, Angebote machen“, sagte etwa Lewek. Kirche sei dabei eine Möglichkeit, eine Antwort zu geben. „Aber nicht die einzige.“

Und Beutel meinte, er sehe seine Aufgabe darin, Menschen in der aktuellen Lebenssituation Hilfe zu geben: „Die Botschaft, die Jesus angestoßen hat, auf die heutigen Verhältnisse übertragen“, fasste es Beutel zusammen. Für Michael Gerlach ist die Kirche in mehrfacher Hinsicht eine Bereicherung. „Kirche“ bedeute für ihn „Zusammenfinden“, sagte der junge Mann im Publikum. „Kirche bringt die Menschen zusammen.“ Auch Moritz Müller, der Moderator des Abends, bemerkte, dass er sich in der Kirche immer wohl gefühlt habe: Er sei in die Christenlehre gegangen, habe Gemeindefeste besucht und war in der Jungen Gemeinde, zählte er auf. Allerdings hätten ihn als junger Mensch die Gottesdienste nicht angesprochen. Da hätte er sich eine „peppigere Ansprache“ gewünscht. Dennoch forderte er keine Veränderungen, denn die Mehrheit der (älteren) Gottesdienstbesucher würde dies vermutlich nicht ansprechen.

Jörg Bahrke ist davon überzeugt, dass es auch künftig kirchliches Leben in Bernburg geben wird. „Solange die Kirche auf den Menschen eingeht und den Blick offen hält, werden wir nicht arbeitslos.“ Johannes Lewek ist der Auffassung, es wird in Zukunft ein globales Christentum geben, eine Vielfalt, die er teilweise schon jetzt erlebt, für die aber auch immer Toleranz Voraussetzung ist. Bei all dieser Vielfalt hofft er dann auch, dass man künftig offen über seine Religionszugehörigkeit reden kann. Hans-Christian Beutel formulierte abschließend den Wunsch, „dass wir ein ökumenisch gelebtes Christensein leben“ und „die Lebensfrage gemeinsam angehen“.

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1297405361603

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Schule der Zukunft gemeinsam gestalten
VON SUSANNE WEIHMANN, 25.01.11,

Montagsforum
Staatssekretär Winfried Willems (stehend) diskutierte mit Schülern, Elternvertretern und Lehrern über das Miteinander in der Schule. (FOTO: E. PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. Geht es an Bernburger Schulen demokratisch zu? Gibt es ein Miteinander von Lehrern, Schülern und Eltern? Und haben Schülern und Eltern ein Mitspracherecht? Diese und ähnliche Fragen wurden im Bernburger Montagsforum der Grünen Jugend im Restaurant „Maximus“ mit Bildungsstaatssekretär Winfried Willems (CDU) diskutiert. „Demokratie in der Schule fängt an, indem die Lehrer die didaktische Kompetenz der Schüler würdigen“, sagte Willems. Die Schüler sollten ernst genommen und auch die Eltern mit einbezogen werden, forderte der Staatssekretär. „Ich bin mir nicht sicher, dass das in den Schulen überall gelingt.“

Zumindest in einigen Bernburger Schulen scheint man da laut Elternvertreter Gunnar Braekow auf einem guten Weg: Er erinnerte daran, dass durch den Einsatz der Eltern die Schließung der Goetheschule zugunsten der Evangelischen Grundschule in der Waisenhausstraße verhindert wurde. Der Kampf habe sich seiner Meinung nach gelohnt. „Die Schule hat sich etabliert.“ Und auch im großen Schulelternrat am Gymnasium gelinge es inzwischen, Meinungen zu bilden. „Die Diskussionen sind offen und ehrlich – das war nicht immer so“, erzählte Braekow. Auch die Elternratsvorsitzende Jana Kotschote hat beobachtet, dass die Eltern selbstbewusster geworden sind. „Sie trauen sich, ihre Meinung zu sagen.“ Tine Lise Braekow, Schulsprecherin am Carolinum, berichtete, dass es auch als Schülervertreter möglich sei, sachlich in der Gesamtkonferenz zu diskutieren und dass auch Vorschläge der Schüler ernst genommen würden. Jens Grey, Elternvertreter der Sekundarschule Süd-Ost, merkte aber auch an, dass es zahlreiche Eltern gebe, die man nicht erreiche. „Wie erreichen wir die Eltern, die gewisse Anzeichen von Lethargie haben?“, fragte Grey etwas hilflos. Schließlich leiste das Elternhaus seiner Meinung nach den Hauptbeitrag, nicht die Schule. Auch Karla Reiter, die Schulleiterin des Carolinums, nahm die Eltern in die Pflicht. „Aber die Eltern können ja nicht einmal gezwungen werden, in die Sprechstunden der Lehrer zu kommen.“

Roman Binder, Bildungspolitischer Sprecher der Grünen, plädierte für eigenständige Schulen – Schulen, die auch über einen eigenen Haushalt verfügen. Und er ist der Auffassung, dass der Diskurs zwischen den Ebenen – Ministerium, Landes- und Schulverwaltungsamt sowie Schule – verbessert werden müsse. „Schule ist Leben und kein abgeschlossener Raum.“ Auch Schulleiterin Karla Reiter wünscht sich mehr Freiheit und weniger strenge Reglementierung. Lehrer müssten heute zunehmend die Aufgabe eines Managers übernehmen. „Vielleicht haben wir aber auch Angst davor, weil wir die Aufgabe nicht haben.“ Sie sagte abschließend, dass sie sich mehr Zeit und Ruhe wünsche und dass die Politik nicht immer wieder in bestehende Strukturen eingreife. „Ich wünsche mir die nötige Ruhe, endlich einmal eine Baustelle zu beenden.“ Nur so sei es möglich, Kompetenzen zu erweitern und sich intensiv mit Inhalten auseinander zu setzen, ist Reiter überzeugt.

Angret Zahradnik, Schulleiterin Sekundarschule Campus Technicus, geht einen Schritt weiter: Die Lehrer hätten schon jetzt genügend Gestaltungsraum, meint sie. Man müsse nun Schritt für Schritt wegkommen von der jetzigen Form des Frontalunterrichts und die Lehrer müssten ihre neue Rolle, die des Moderators, auch annehmen. Zahradnik und Reiter sind sich einig, dass eine solche Weiterentwicklung nur durch eine Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sowie Verwaltung möglich ist.

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1295257771231
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