NOVEMBER 2013 – Dokumentation

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NOVEMBER 2013 -Dokumentation
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November-2013

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DOKUMENTATION
Montag 4. November 2013 – ab 19:00
MAXIMVS, Saalplatz 3, 06406 Bernburg | Stammtisch oben

AKTUELLES aus STADT- und KREIS
Der Bericht der Bernburgern die Schüler waren von
Magdalene Trenkel, eine Zeitzeugin der Bauhausgründung und ihr vergessenes Lebenswerk „Lohelandgarten“ an der Alten Bibel – Rückblicke und Perspektiven hat sehr großes Interesse gefunden.
Montag_4Nov-2013

Mit der Forschungsgruppe an der Bauhausuniversität Weimar wird eine folgeveranstaltung geplant, für die dann mit Plakaten geworben werden soll, damit wir auch alle noch lebenden Schüler zu diesem Austausch erreichen können.
Die ursprünglich geplante Fortsetzung des Gesprächs im CampusClub (ehemaliger Blumenladen an der Fussgängerbrücke gegenüber) war diesesmal akustisch nicht notwendig.

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Montag 11. November 2013 – ab 19:00
MAXIMVS, Saalplatz 3, 06406 Bernburg | Stammtisch oben

Ideen für den KULTUR-MARKT-BERNBURG-2014
Diskussion mit allen interessierten Gruppen und Konzept der Angebote für Freitag, den 17. Oktober 2014
Herzlichen Dank für die positive Rückkopplung!
Bitte stellen Sie Ihr weiteren Vorschläge unter www.kultur-markt-bernburg.de
im Gästebuch zur Diskussion
http://kultur-markt-bernburg.de/gbuch.html
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Montag 18. November 2013 – ab 20:00
MAXIMVS, Saalplatz 3, 06406 Bernburg | GASTRAUM unten

LANDESWEITE ANFORDERUNGEN an einen NACHHALTIGEN HOCHWASSERSCHUTZ, Grundsatzreferat
Dietmar Weihrich, Landtagsabgeordneter und Vorsitzende des Umweltschutzausschusses des Landtages

Moderation: Volker V. Hemberger
Der Vortrag wird hier noch eingestellt.
Die Fragen zur Talstadt wurden Herrn Dittrich zur Berücksichtigung bei der Diskussion am 25.11.2013 übergeben.

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Montag 25. November 2013 – Beginn 19:00
| Veranstaltungsort HOTEL WIEN
NACHHALTIGER HOCHWASSERSCHUTZ für BERNBURG, eine Bestandsaufnahme
Henry Schütze, Oberbürgermeister der Stadt Bernburg (Saale)
Holger Dittrich, Dezernent für Ordnung, Verkehr, Planung u. Wirtschaftsförderung der Stadt Bernburg (Saale)
Dr. Hans-Werner Uhlmann, Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW)

Moderation: Prof. Erich Buhmann und Maria Peix HOTEL WIEN

Die Veranstaltung war geprägt von der großen Betroffenheit der Bürger und Studenten in der Bernburger Talstadt und den Verantwortlichen in den Verwaltungen durch das große Hochwasserereignis im Juni 2013.
Dr. Hans-Werner Uhlmann konnte die komplexe Hochwassersituation in einer aktuellen Bilanz des Hochwasserereignisses 2013 an der Saale sehr eindrucksvoll zusammenfassen.
und zu dem Stand der Planungen gegeben.
Eine Zusammenfassung, die auch auf den Stand der Überarbeitung der Hochwasserrückhalteplanung eingeht, wird hierzu wird noch erstellt.
Im Folgenden der ausführliche Bericht der Redaktion der Mitteldeutschen Zeitung zu den Ausführungen des Oberbürgermeisters Henry Schütze und des Dezernenten Holger Dittrich vom 27.11.2013 im Rahmen dieser Informationsveranstaltung:
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Mitteldeutsche Zeitung, 27.11.2013. Bernburger Kurier, Seite 7 (Textauszug)
Stadtmauer als Schutzschild
HOCHWASSERSCHUTZ
Für die gefährdete Talstadt soll es gleich mehrere Lösungen geben. Bernburgs Oberbürgermeister Schütze stellt die ersten fünf Vorhaben vor.
VON KATHARINA THORMANN
BERNBURG/MZ
– Die Pläne, Bernburgs Talstadt künftig besser vor Überschwemmungen der Saale zu schützen, werden immer konkreter. Nachdem das Umweltministerium in der vergangenen Woche erste Vorhaben im Salzlandkreis vorgestellt hat (die MZ berichtete), zieht nun auch die Stadt Bernburg nach. Insgesamt fünf Schwerpunkte sollen in den kommenden Wochen und Monaten in der Talstadt gesetzt werden. Das gab Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) bei einer öffentlichen Diskussionsrunde am Montagabend im Hotel Wien bekannt, zu dem das Bernburger Montagsforum eingeladen hatte. Er betonte aber, dass es nicht allein bei diesen Vorkehrungen bleiben wird. Das neue Hochwasserschutzkonzert der Saalestadt werde aller Voraussicht nach erst Mitte kommenden Jahres ausgearbeitet sein. Nichtsdestotrotz stehen folgende Schutzmaßnahmen schon fest:

Altenburger Chaussee: Künftig soll das höher gelegte Teilstück der Altenburger Chaussee nicht mehr das Wasser stauen. Deshalb ist geplant, die Straße kurz hinter dem Abzweig Am Ziegelkolk abzureißen, auszubaggern und die Fahrbahn ein ganzes Stück tiefer zu verlegen. „Wir werden damit aber warten, bis die B6n in Richtung Köthen freigegeben ist“, sagte Schütze. Nach derzeitigem Stand soll das Ende 2015 der Fall sein. Hintergrund ist die Erreichbarkeit Bernburgs aus Richtung Norden. Diese wäre mit der Öffnung der B6n auch bei einer Überflutung der Altenburger Chaussee bei Hochwasser gesichert.
Trafostationen: Damit die Einwohner der Talstadt bei künftigen Hochwassern länger mit Strom versorgt bleiben, werden gleich mehrere Trafostationen und Stromkästen erhöht oder umgesetzt. Darunter am Wilhelmsgarten sowie in der Nikolaistraße.
Gärten und Garagen: Der Abriss von Gärten und Garagen entlang des alten Saaleverlaufs geht laut Schütze auch in den kommenden Monaten weiter. Die Gartensparte „Am Werder“ ist bereits dem Erdboden gleich gemacht worden, derzeit werden weitere Lauben in den vier betroffenen Sparten entkernt. Um noch mehr Platz für die Saale zu schaffen, soll der Garagenkomplex am Felsenkeller (östlich der Altenburger Chaussee) nach und nach weichen. Erste Verhandlungen mit Pächtern seien bereits geführt worden. Mittelfristig will die Stadt damit 25 bis 30 Hektar Freifläche für die Saale schaffen.
Kaimauer: Zwar geht aus Sicht des Oberbürgermeisters von der Kaimauer am Kurhaus keine Gefahr aus. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, dass die Mauer auch kommenden Hochwassern stand hält, soll sie auf ihre Standsicherheit überprüft werden.
Stadtmauer: Eines der kostspieligsten Vorhaben dürfte die Sanierung der Stadtmauer darstellen. Sie soll alle Bewohner der Talstadt schützen, die innerhalb dieser historischen und zum Teil bröseligen Mauern wohnen. Ein entsprechender Antrag für die Sicherung sei laut Oberbürgermeister bereits beim Land eingereicht worden. Eine Zusage, dass die Kosten übernommen werden, steht jedoch noch aus. Zusätzlich ist geplant, bei Bedarf Spundwände zwischen den Lücken der Mauer anzubringen. Auch Dezernent Holger Dittrich machte den rund 30 Anwesenden klar, dass die Priorität beim Hochwasserschutz in der Talstadt im Bereich innerhalb der Stadtmauer liegen wird. Das treibt vor allem den Anwohnern der Gutenbergstraße Sorgenfalten ins Gesicht. Sie hatten bis zuletzt gehofft, auch im Schutzgebiet zu liegen. „Ich glaube nicht, dass wir jedes Haus eindeichen können“, entgegnete Schütze den Nachfragen der Betroffenen.
Sie setzen nun alle Hoffnungen auf die künftig tiefer gelegene Altenburger Chaussee, die den Rückstau auf ihre benachbarten Grundstücke verhindern soll.
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Als Ergänzung haben wir die aktuellen Berichterstattung im Vorfeld hier zusammen gestellt:

Mitteldeutsche Zeitung, 22.11.2013. Regionalausgabe Bernburg
LOKALES, Seite 9 (Auszug)
BERATUNG
Plan zur Sanierung von Straßen und Wegen
BERNBURG/MZ – Die nächste Sitzung des Bau- und Sanierungsausschusses der Stadt Bernburg findet am Mittwoch, 27. November, statt. Begonnen wird nach einem nichtöffentlichen Teil ab zirka 15.30 Uhr im Rathaus II im Zimmer 103/104 in der Schloßstraße 11. Themen der Beratung sind ….sowie die Beseitigung von Hochwasserschäden an Stadtstraßen und Radwegen in Bernburg.
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Mitteldeutsche Zeitung, 22.11.2013. Regionalausgabe Bernburg
LOKALES, Seite 8 (Textliche Wiedergabe im Auszug)
Mehr Schutz vor den Fluten
VORHABEN Das Land hat angekündigt, an drei Stellen im Altkreis Bernburg Deiche und Barrieren für kommende Hochwasser sicherer zu machen. Baustart ist 2014.
VON KATHARINA THORMANN
BERNBURG/MZ – Erst Beesenlaublingen, dann Nienburg und Bernburg – so lautet der Fahrplan für die geplante Verbesserung des Hochwasserschutzes im Altkreis Bernburg. Vorgestellt wurde er gestern in der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Salzlandkreises in Staßfurt unter anderem von Landrat Ulrich Gerstner (SPD) und Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU). Fünf Monate nach dem Junihochwasser zogen sie mit den Vertretern der betroffenen Kommunen nicht nur Bilanz. „Der Landkreis ist einer der schwerst betroffenen“, stellte Aeikens die Dringlichkeit heraus, möglichst schnell die Mängel an den Schutzsystemen abzustellen. Spätestens im Jahr 2020 soll das der Fall sein, überwiegend mit zugesagten Mitteln der EU.
Konkret hat das Land nicht nur die Stadt Bernburg im Auge. Hier sollen vor allem die Stadtmauern eine tragende Rolle beim Aufhalten der Fluten spielen. Zunächst soll allerdings das Hochwasserschutzkonzept der Stadt überarbeitet werden. Geplant sind aber auch, die Deiche in Nienburg und Beesenlaublingen mit Deichverteidigungswegen auszustatten, um schneller an Gefahrenstellen zu gelangen. …

Weiterreichende Ideen hat auch Nienburgs Bürgermeister Markus Bauer (SPD). Sein Sorgenkind ist die Landstraße 73 ( der Lindendamm), die beim Junihochwasser sechs Wochen lang gesperrt blieb wegen des löchrigen Untergrunds. Eine Folge: Schüler, die mit dem Bus fahren mussten, kamen zu spät zum Unterricht. „Nur weil sich die Ministerien die Zuständigkeiten seit Jahren hin- und herschieben“, ärgert sich Bauer und hakte beim Treffen mit dem Minister nach. Zumindest aber für die Deichverstärkung am Waldgebiet Sprohne stehen alle Zeichen auf Grün. „Es ist wichtig, dass dort auch ein Deichverteidigungsweg geplant ist“, sagt Bauer. Zumal man beim Hochwasser an manche Problemstellen nicht herankam, erinnert sich der Bürgermeister. Aufatmen kann man unterdessen auch bei der Stadt Bernburg. „Es beruhigt mich, dass höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr der Landesbetrieb für Hochwasserschutz auf uns zukommt und mit uns gemeinsam nach Lösungen suchen will“, sagt Dezernent Holger Dittrich, der sich vor allem um die unterbrochenen Bereiche der Stadtmauer sorgt, die nach seiner Ansicht mit mobilen Spundwänden gesichert werden könnten.
Indes naht nach Angaben des Landesbetriebes für Hochwasserschutz auch für alle Anrainer der Wipper künftig mehr Schutz. Im kommenden Jahr soll Startschuss sein für das seit langem geforderte Hochwasserrückhaltebecken in Wippra (Landkreis Mansfeld-Südharz). Vorbereitungsarbeiten haben bereits begonnen.
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Super Sonntag, Lokales, Bernburg, 24. November 2013, S. 13 (Auszug)
Land und Salzlandkreis ziehen Hochwasserbilanz
Projekte für besseren Hochwasserschutz
(Textliche Wiedergabe im Auszug)
Das Juni-Hochwasser 2013 hat im Landkreis schwere Schäden angerichtet.
Staßfurt (red).
Die Höhe des Hochwasserscheitels hat alle Dimensionen, bis dahin getroffenen Prognosen und durchgespielten Szenarien übertroffen. Im Salzlandkreis floss alles zusammen. Die Wassermassen aus dem Harz über Bode, Selke und Wipper, aus dem Thüringer Wald über die Saale, aus dem Erzgebirge über die Mulde und aus Tschechien über die Elbe.
Und das alles zur gleichen Zeit. Deichbrüche, überflutete Ortschaften, zerstörte Straßen und Bahnlinien, Verlust an Hab und Gut waren die Folge. Schäden in Höhe von 2,7 Milliarden Euro sind allein im Land Sachsen- Anhalt entstanden, informierte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aikens bei einer Pressekonferenz in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Staßfurt am Donnerstag. Dort hatte er sich, gemeinsam mit Landrat Ulrich Gerstner und Vertretern des Hochwasserschutzes, mit den Bürgermeistern der betroffenen Städte und Gemeinden getroffen, um Bilanz zu ziehen und künftige Maßnahmen zu besprechen.
Das Hochwasserkonzept für die Stadt Bernburg basierte noch auf den Erkenntnissen und Erfahrungen vor dem Juni überarbeitet werden. Geplant ist schon, die Stadtmauern so zu sanieren, dass sie künftig in die Lage versetzt werden, die Fluten von der Talstadt besser fern zu halten.
Im Bereich Nienburg soll der rechte Saaledeich zwischen Nienburg und Sprohne DINgerecht saniert werden. Bürgermeister Markus Bauer mahnte auch die dringend notwendige Instandsetzung des Lindendammes, der bei diesem Hochwasser sechs Wochen gesperrt werden musste, und den Bau eines Deichverteidigungsweges an.
Instandgesetzt werden soll auch der Deich bei Beesenlaublingen,…..

Wir sind jetzt dabei die Löcher zu stopfen, die sich durch das verheerende Hochwasser aufgetan haben, so Aikens. Über weitere Rückverlegungen von Deichen und die Ausweisung neuer Polderflächen konnte er noch keine konkreten Aussagen treffen.
Hier sind unter Berücksichtigung des Naturschutzes, der Zuständigkeiten und der Grundstücksverhältnisse natürlich weitere Maßnahmen in Planung.
Außerdem müssen alle Maßnahmen miteinander in Einklang gebracht werden, um mit einem Hochwasserschutzprojekt an der einen Stelle nicht an anderer Stelle ein neues Problem zu schaffen, machte der Minister deutlich.
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Aktuelle Karten zu den Überschwemmungsgebieten des Landesverwaltungsamt LVwA
Sowohl die bereits festgesetzten Überschwemmungsgebiete (wie an der Saale), als auch die geplanten Festsetzungen als Überschwemmungsgebiet in Sachsen-Anhaltliegen als einzelne Kartenblätter in pdf Format vor:
http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=58439
Festsetzung Überschwemmungsgebiete Saale Blatt 13: Bernburg Dröbel:
http://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Elementbibliothek/LVwA-Bibliothek/Landwirtschaft_und_Umwelt/Referat_404_-_Wasser/Ueberschwemmungsgebiete/saale/Saale_Blatt_13.pdf

Festsetzung Überschwemmungsgebiete Saale Blatt 14: Bernburg Schwenk / Solvay:
http://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Elementbibliothek/LVwA-Bibliothek/Landwirtschaft_und_Umwelt/Referat_404_-_Wasser/Ueberschwemmungsgebiete/saale/Saale_Blatt_14.pdf

Festsetzung Überschwemmungsgebiete Saale Blatt 15: Bernburg Talstadt / Krumbhoz:
http://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Elementbibliothek/LVwA-Bibliothek/Landwirtschaft_und_Umwelt/Referat_404_-_Wasser/Ueberschwemmungsgebiete/saale/Saale_Blatt_15.pdf

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Ausführliche Hintergrundinformationen zur Situation in Bernburg (ohne Gewähr)
Olaf Böhlk :

Bernburg und das Hochwasser
unter online

URL: http://www.boehlk.eu/bernburger-freiheit/2013/11/18/bernburg-und-das-hochwasser-die-saaleflut-2013-teil-ii/

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