FEBRUAR 2013 – Dokumentation

FEBRUAR 2013
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Montag 04. 2. 2013 – ab 19:00 MAXIMVS – (Gastraum unten)
Auswertung des Workshops Energieszenarium Salzlandkreis
Raps
Eine Einladung zur Diskussion der Ergebnisse des Workshops der am 25 und 26. Januar 2013 auf Einladung der Landtagesfraktion des Bündnis 90/Die Grünen im Bernburger Schloss stattgefunden hat.

Nach der Zusammenfassung der ersten Ergebnisse wurden die möglichen Umsetzungsstrategie mit dem Landtagesabgeordneten Christoph Erdmenger mit interessierten Bürgern diskutiert. Zielsetzung des Workshops war die Entwicklung eines Szenariums zur Schaffung der 100-prozentigen Versorgung der Region mit nachhaltigen Energien. Wie ein solches Ziel in unserer Landschaft mittel- und langfristigen rechnerisch erreicht werden könnte, war Thema dieser ersten Zusammenfassung im Rahmen des Bernburger Montagsforums

Sobald die erste Veröffentlichung der Ergebnisse zur Verfügung steht, wird diese auch hier veröffentlicht.

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Montag 11. 2. 2013 – ab 19:00 MAXIMVS – STAMMTISCH (oben)

Aktuelles aus der Innenpolitik des Landes
Mit Sebastian Striegel, MdL: Aktuelles aus der Innenpolitik des Landes: Diskussion des Sicherheits- und Ordnungsgesetz Sachsen-Anhalt (kurz: SOG LAS). In diesem Gesetzt sollen Änderung vorgenommen werden und bzw. die Videoüberwachung im Salzlandkreis geregelt werden.

Striegel_13-02-11

Im Gespräch mit Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel über die drohende Reduzierung von Bürgerrechten in der Gesetzesvorlage zur Novellierung des auch als „Polizeigesetze“ genannte „Sicherheits- und Ordnungsgesetz Sachsen-Anhalt“.

Obwohl seit Jahren die objektive Kriminalität zurückgeht hat der Bürger ein subjektives Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Mit der Gesetzesvorlage werden aber Bürgerrechte eingeschränkt. Dies hat bundesweit zu Kritik geführt. Die Regierungskoalition des Landes scheint davon aber nicht abweichen zu wollen.
Die Kennzeichnung von Polizisten ist leider nicht Teil der Novellierung.

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Montag 18. Februar 2013 – ab 19:00 MAXIMVS – STAMMTISCH (oben)
Obdachlos in Bernburg
Gespräch über die Situation von Obdachlosen in Bernburg mit
Frau Margot Hajek-Hoffmann, Amtsleiterin Sozialamt der Stadt Bernburg und mit
Frau Silke Otto, Heimleiterin des Städtischen Wohnheimes in Bernburg.

MZ Bernburg, vom 20.2.2013 – Nachlese
Obdachlos in Bernburg
MONTAGSFORUM Sozialamtsleiterin erläutert Situation in der Saalestadt.

(wir danken für die Erlaubnis des Nachdrucks auf dem Block zum Montagsforum)

VON PAUL SPENGLER
BERNBURG/MZ – Warum werden Männer und Frauen überhaupt obdachlos? Zu diesem Thema hatte das von Erich Buhmann veranstaltete Montagsforum eine Frau in das Lokal „Maximus“ eingeladen, die sich schon seit vielen Jahren mit dieser Materie befasst.

Margot Hajek-Hoffmann ist seit 1994 Leiterin der Sozialamtes der Stadt Bernburg. „Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit sind zwei verschiedene Dinge“, erklärte Margot Hajek-Hoffmann. Es könne sein, dass jemand seine Wohnung verliere – beispielsweise durch Probleme mit dem Vermieter oder durch einen Haftaufenthalt. Damit müsse aber nicht automatisch Obdachlosigkeit verbunden sein. Margot Hajek-Hoffmann verwies auf die Verpflichtung der Kommune, im Zuge der Gefahrenabwehr Obdachlosigkeit zu begegnen. Reichten die eigenen Raumkapazitäten nicht aus, könne die Stadt sogar zwangsweise Räume in Beschlag nehmen. In der Regel geschehe dies in Absprache mit der Wohnstätten-GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt.

„Es muss in Bernburg keiner obdachlos sein“, erklärte die Sozialamtsleiterin. Oft liegt es schlichtweg daran, dass keine Anträge gestellt werden. Allerdings sei dies im Laufe der Jahre auch immer schwieriger geworden. „Ich entsinne mich noch, dass der Antrag auf Wohngeld vier Seiten umfasst hat, heute sind es acht Seiten, die Anlagen noch nicht mitgerechnet“, nannte sie ein Beispiel aus der Praxis.

Im Obdachlosenheim, das im Wolfgangstift am Louis-Braille-Platz untergebracht ist, gibt es 30 Plätze. Hier finden vor allem Männer eine Unterkunft auf Zeit. Viele von ihnen haben Alkoholprobleme.
„Wir haben aber auch immer wieder Menschen, die sich im Sommer bis zum späten Herbst in einer Gartenlaube aufhalten und sich bei beginnendem Frost an uns wenden“, erläuterte Margot Hajek-Hoffmann. Sie selbst habe im Amt häufig die Erfahrung gemacht, dass Männer es schwer verkraften, wenn sie von ihrer Frau verlassen werden.

Nach dem Verlust der Frau folge der Verlust der Arbeit und am Ende der Verlust der Wohnung. Frauen fänden sich hingegen nach der Trennung von einem Mann oft besser zurecht. Für Frauen und Familien, die sonst keine Wohnung finden, hält die Stadt Bernburg inzwischen 15 Übergangswohnungen an drei verschiedenen Standorten vor. „Es gibt auch private Eigentümer, die nicht abgeneigt sind, Bewohner aufzunehmen“, sagte Margot Hajek-Hoffmann. Die privaten Vermieter knüpften dies an die Erwartung, dass Mitarbeiter des Sozialamtes weiter die Betreuung dieser Personen übernehmen.

„Gibt es für Obdachlosigkeit ein bestimmtes Alter?“, wollte ein Teilnehmer in der Runde wissen. Nein, erwiderte die Sozialexpertin. Die Palette reiche vom 18-Jährigen, der von seiner Mutter vor die Tür gesetzt wird, bis zum über 80-jährigen Alkoholkranken. Für Menschen wie den Letztgenannten versuche die Stadt, einen Platz in einer Langzeitunterkunft zu finden.

Insgesamt bot das Gespräch unter Leitung von Erich Buhmann die Gelegenheit, das Thema aus vielen Ecken zu beleuchten. Mit in der Runde saß Kerstin Hesse, Mitarbeiterin des im November eröffneten Nachbarschaftszentrums an der Krumbholzstraße. Sie arbeitet in einem der drei Standorte mit Übergangswohnungen für Frauen und Kinder. Dort könnten aber nur Einzelfälle unterkommen, ergänzte Margot Hajek-Hoffmann.

Hier der Beitrag und der Kommentar von Paul Spengler zum herunterladen:
MZ_Obdachlos

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Montag 25. Februar 2013 – Treffpunkt zur Pizza vor dem gemeinsamen Kinobesuch im Capitol
Bernburg in der Wendezeit
Veranstaltungsempfehlung: 20:00 Flimmerstunde im Capitol Kino:
Bernburg in der Wendezeit, eine Videodokumentation zum Aufbruch im Jahr 1990